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Ein wesentlicher Unterschied zwischen katholischen und evangelischen Kirchen (hier meine ich natürlich die Bauten) ist der Tabernakel mit dem ewigen Licht. Im Tabernakel werden geweihte Hostien, nach katholischem Glauben der Leib Christi aufbewahrt. Nur in der Karwoche, zwischen Karfreitag und der Osternacht ist der Tabernakel leer und geöffnet. Nur dann, wenn keine Hostien im Tabernakel sind, erlischt auch das ewige Licht.

Früher wurde der Tabernakel auf dem Hauptaltar aufgestellt. Seit dem zweiten Vatikanischen Konzil hat er abseits des Altares seinen Platz gefunden, da er auf dem Altar die Sicht auf das Geschehen der Eucharistie behindern würde.
Ein in vielen Tabernakeln vorhandener geteilter Vorhang erinnert an den Vorhang im Tempel, der beim Tode Jesu in zwei Teile zerriss.

Der Tabernakel im Münster wurde 1977 von Elmar Hillebrand geschaffen und in den nord-westlichen Gewölbedienst des Chores eingefügt.
Tabernakel Seitenwand
eine der Wände des Tabernakels
obere Einfassung des Tabernakels
obere Einfassung des Tabernakels Motiv der Weinernte (oder der Kaleb-Traube?)

Das ewige Licht zeigt, wenn vorhanden, zuverlässig an: Dieses ist eine katholische Kirche. Allerdings brennt in der Karwoche das Öl im ewigen Licht nicht, um anzuzeigen, dass der Leib Christi in diesen Tagen nicht im dann leeren Tabernakel aufbewahrt ist.

ewiges Licht


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